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01.06.2017 - 30.06.2018

Die Mathematik des Planeten Erde

Fast alle Berliner waren schon in dem Gebäude am Landwehrkanal, auf dem ein Flugzeug montiert ist. Das Technikmuseum vollständig ergründet hat aber dennoch fast niemand, weshalb wir gerne auf Teilbereiche oder einzelne Ausstellungen hinweisen, die einen vielleicht zu einem neuen Besuch anregen.

"Die Natur spricht die Sprache der Mathematik: Die Buchstaben dieser Sprache sind Dreiecke, Kreise und andere mathematische Figuren", hat Galileo Galilei schon vor vier Jahrhunderten festgestellt. Die Ausstellung über den Zusammenhang von Mathematik und dem Planeten Erde will nun zeigen, wie man sich immer wieder bewegende und verändernde Naturerscheinungen berechnen und vorhersagen kann - der Umgang mit Vulkanausbrüchen, Tsunamis oder schmelzenden Gletschern könnte dadurch nur gewinnen.

Mit Hilfe der Mathematik lassen sich nämlich viele der geophysikalischen oder atmosphärischen Prozesse erkennen und berechnen. Die Ausstellung zeigt nun drei ausgewählte Arbeiten eines weltweiten Wettbewerbs, zu dem die internationale Initiative "Mathematics of Planet Earth" aufgerufen hatte und zu dem multimediale und interaktive Exponate entwickelt wurden, die den Stellenwert der Mathematik bei der Untersuchung der unterschiedlichsten Prozesse auf unserer Erde anschaulich deutlich machen.

Das von der Universität Freiburg entwickelte Dune Ash (Dünenasche) ist eine einfacht interaktive Simulation des Transportes einer Aschewolke nach einem Vulkanausbruch mitten in Europa. Man platziert irgendwo in Europa einen Vulkan und legt fest, wie der Wind weht, und schon kann man beobachen, wie sich eine Aschewolke im Laufe der Zeit ausbreitet.
Eyjafjallajökull_first_crater_20100329.jpgDer Ausbruch des isländischen Vulkans mit dem schönen Namen Eyjafjallajökull behinderte den Flugverkehr in weiten Gegenden Europas ziemlich lange ... Foto: David Karnå

Seit mehr als 100 Jahren schrumpfen die Gletscher in den Alpen und angesichts der globalen Erwärmung wird sich aran in absehbarer Zeit nichts ändern. Das von der Freien Universität Berlin erstellte Modul "Die Zukunft der Gletscher" zeigt, wie Mathematiker und Gletscherforscher zusammenarbeiten, um realistische Vorhersagen über die weitere Entwicklung der Gletscher treffen zu können.

Tsunamis haben an vielen Küsten schon immer große Schäden angerichtet. "TsunaMaths" von der Universität Pierre et Marie Curie in Paris erklärt nun nicht nur, wie die riesigen Wellen entstehen, sondern auch wie sie vorausberechnet werden können. Außerdem bietet das Modul eine Sammlung von Simulationen und Hintergrundinformationen zu den verheerendsten Tsunami-Ereignissen der Geschichte.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit IMAGINARY organisiert, einem Projekt des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach, gefördert von der Klaus Tschira Stiftung. Zu sehen ist sie in einer Galerie neben der Dauerausstellung "Der Erste Computer".
 


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Trebbiner Straße 9
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