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24.01.2019 - 05.05.2019

Von Arts and Crafts zum Bauhaus. Kunst und Design - eine neue Einheit!

Der Ruf des vor 100 Jahren gegründeten Bauhauses wurde zum Mythos und zur Ikone der Moderne. Oft wird das Bauhaus auch zum Ausgangs- und Höhepunkt der Moderne gemacht, aber das ist nicht unbedingt richtig. Die Ausstellung "Von Arts and Crafts zum Bauhaus. Kunst und Design - eine neue Einheit!" im Bröhan-Museum will mit vielen dieser Mythen aufräumen und im Rahmen des Jubiläumsprogramms "100 jahre bauhaus" einen Beitrag zu einer designgeschichtlichen Einordnung des Bauhauses leisten.

broehan_mackintosh-lattenstuhle.jpgDie Lattenstühle rechts könnten noch heute in manchem Möbelhaus stehen, dabei sind sie schon mehr als 100 Jahre alt: Charles Rennie Mackintosh entwarf sie 1903 in Glasgow. Foto: Bröhan-Museum/Wolfgang Bauer, bel etage, Wien

Wie frei darf die Form sein? Wie viel Rücksicht muss sie auf die Funktion nehmen? Ist Design Kunst? Und sollten Gestalter eher mit dem Handwerk oder der Industrie zusammenarbeiten? Braucht die Moderne einen Stil? Diese Fragen, die man heute sofort mit dem Bauhaus in Verbindung bringt, werden schon 50 Jahre vorher in der englischen Arts and Crafts-Bewegung entwickelt. Die Ideen und Konzepte des Bauhauses und auch seine gestalterische Sprache sind keine Geniestreiche ohne Vorläufer. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sind sie eine logische Fortsetzung der Entwicklungen, die von der Arts and Crafts-Bewegung angestoßen wurden. Mit englischen Designern wie Dresser, Godwin und Morris entsteht eine neue Gestaltung, die in ihren Entwürfen und Theorien das Abhängigkeitsverhältnis von Kunst, Handwerk, Gestaltung und Industrie diskutiert und den Weg zum modernen Design ebnet. Das Bauhaus ist bei seiner Gründung 1919 und die ersten Jahre in Weimar kein Meilenstein der Designgeschichte, sondern der vorläufige Zwischenschritt dieser für das Design in Europa prägenden Diskussion.

broehan_dresser_teekanne_89-104.jpgModerne Teekanne mit Stövchen, von Christopher Dresser geschaffen anno 1878. Foto: Bröhan-Museum/Martin Adam, Berlin

Zum Gründungsjubiläum thematisiert die Ausstellung die Vorgeschichte des Bauhauses. Sie zeigt die Designentwicklung von Arts and Crafts in England über die Glasgow School, den Wiener Jugendstil, den Deutschen Werkbund, die holländische Gruppe De Stijl bis zum Weimarer und Dessauer Bauhaus. Anhand von rund 300 Exponaten - Möbel, Grafikdesign, Metallkunst, Keramiken und Gemälde - aus einem halben Jahrhundert Kunst- und Designgeschichte wird dieser europäische Diskurs über das Design erläutert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Deutsch/Englisch) im Wienand Verlag, 368 Seiten mit zahlreichen farbigen Abb., 40 Euro an der Museumskasse

BEGLEITPROGRAMM

Kostenlose öffentliche Führungen (zzgl. Museumseintritt)
an jedem Sonntag, 15 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich

Kostenlose öffentliche Führungen
an jedem 1. Mittwoch im Monat, 16 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

Konzertreihe "Junge Musiker begegnen dem Jugendstil"
an jedem 1. Donnerstag im Monat, 14 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich

Kostenlose "Familiensonntage"
jeden 3. Sonntag im Monat, 11 Uhr, für Kinder (5-12 Jahre) und ihre Familien, 90 min.,
Anmeldung nicht erforderlich

Kostenlose offene Designwerkstatt
für Kinder und Erwachsene an jedem Sonntag, 13-17 Uhr, zzgl. Eintritt (Kinder bis 18 Jahre frei), Anmeldung nicht erforderlich
 
Eintritt:  8, erm. 5 Euro, jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a
14059 Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf
 
Telefon:  +49/(0)30/326 906 00
Telefax:  +49/(0)30/326 906 26
Email:  info@broehan-museum.de
URL:  http://www.broehan-museum.de
 
 
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