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27.12.2018 - 28.12.2018

Stummfilme zwischen den Jahren - mit Livemusik

Es gibt gute Möglichkeiten, sich nach den Feiertagen ordentlich zu erholen - zum Beispiel im Fimlmuseum Potsdam, das am 27. und 28. Dezember drei Stummfilme zeigt, die von dem Filmmusiker und Komponisten Peter Gotthardt ("Die Legende von Paul und Paula") am Klavier begleitet werden.

27.12., 19 Uhr
Madame Dubarry
D: Pola Negri, Emil Jannings, Reinhold Schünzel, D 1919, 113'

Zur Zeit Ludwigs XV. verlässt die hübsche Näherin Jeanne in Paris ihre große Liebe Armand, um durch die Heirat mit dem Grafen Dubarry einen Adelstitel zu erwerben. Als Gräfin im französischen Hof eingeführt, wird sie die Mätresse des Königs. Als sich das Volk gegen Ludwig erhebt und die Bastille stürmt, wird Armand Vorsitzender des Volksgerichts und muss seine ehemalige Geliebte zum Tode verurteilen. Sein heimlicher Versuch, sie aus dem Kerker zu befreien, endet tragisch.

Der aufwendig inszenierte Kostümfilm beeindruckt vor allem durch die schauspielerischen Leistungen von Pola Negri und Emil Jannings. Unmittelbar nach dem Ende der preußischen Monarchie nutzte Ernst Lubitsch den Schlosspark Sanssouci als Drehort zur Darstellung des Versailler Hofes.

28.12, 18 Uhr
Das Cabinet des Dr. Caligari
R: Robert Wiene, D: Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, D 1920, 75'
das-cabinet-des-dr-caligari-1.jpgMit der Ankunft des unheimlichen Hypnotiseurs Dr. Caligari und seines schlafwandelnden Mediums auf einem Jahrmarkt beginnt eine rätselhafte Mordserie, welche die Bewohner einer norddeutschen Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzt.

"Caligari" gilt noch heute als ästhetische Ausnahmeerscheinung, die Ausstattung ist einzigartig in der Filmgeschichte. Robert Wienes Film hatte mit den kunstvoll verzerrten Kulissen, ihrem Spiel mit der Perspektive, fantasievollen Kostümen und dem doppelbödigen, unheimlichen Plot den deutschen Film-Expressionismus mitbegründet.

28.12., 20 Uhr
Orlacs Hände
R: Robert Wiene, D: Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Fritz Kortner, A 1924, 83'

Bei einem Unfall werden die Finger des berühmten Pianisten Orlac schwer verletzt. Kurzerhand werden ihm neue Hände eines zuvor hingerichteten Raubmörders transplantiert. Doch Orlacs Spielkunst will einfach nicht zurückkehren. Zunehmend verfällt er der Wahnvorstellung, durch die Hände des Mörders auch dessen Neigungen erhalten zu haben. Als Orlacs reicher Vater stirbt, gerät der Musiker unter Mordverdacht.

In Robert Wienes spätexpressionistischem Werk, dem letzten Film des sogenannten "Caligarismus", spielt Conrad Veidt erneut eine Figur unter dem Einfluss finsterer Mächte. Wie Robert Wiene kehrte auch Veidt dem nationalsozialistischen Deutschland 1934 den Rücken.

Kartenreservierung:
0331-27181-12,
ticket@filmmuseum-potsdam.de
 


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Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
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