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24.05.2018 - 31.05.2018

Werte Vers Kunst: Das Poesiefestival liebt Gegensätze

Am Donnerstag startet zum 19. Mal das Berliner Poesiefestival und im Haus für Poesie tun 150 Dichterinnen und Künstler aus 51 Ländern ihre Meinung kund. Unter dem Motto "Werte Vers Kunst" befragen sie unsere Werte in Versform und bringen dies als Poesie auf die Bühne - in Lesungen, Poesiegesprächen, Performances, Konzerten, Kolloquien und Ausstellungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der konkreten, visuellen und Lautpoesie.

Hier einige Höhepunkte des Festivals:
Freitag, 25. Mai 2018, 19.00 Uhr
Die Eröffnungsveranstaltung "Weltklang - Nacht der Poesie" mischt Gedichte so gut es geht: Dichterinnen und Dichter aus allen Ecken der Welt lesen, singen und performen in ihren Muttersprachen. "Sie zeigen den Reichtum der Gegenwartslyrik, ihre inhaltliche Vielfalt, Ansätze und Stile." Man weiß zwar nicht, ob und wieviel man versteht, aber zur Veranstaltung erscheint eine Anthologie mit Übersetzungen zum Mitlesen.
(Mit Charles Bernstein (USA), Robert Forster (Australien), Jorge Kanese (Paraguay), Katalin Ladik (Ungarn/Serbien), Ketty Nivyabandi (Burundi), Kerstin Preiwuß (Deutschland), Yoko Tawada (Japan/Deutschland), Joachim Heintz (Deutschland, Komponist), Søren Ulrik Thomsen (Dänemark) und Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki (Polen). Es moderiert Insa Wilke.

Sonntag, 27. Mai 2018, 19.30 Uhr
Berliner Rede zur Poesie: Elke Erb: "Das Gedicht ist, was es tut"
Elke Erb gibt im Rückgriff auf Tagebuch-Notizen der letzten Jahre Einblick in ihre tägliche Schreibpraxis. Sie berichtet von dem Versuch, so zu dichten "wie man denkt bei sich" und erklärt, wie sich ihre augenblicksnahe Sprache entzündet an dem, was sich in ihren "sinnreichen Netzen" verfängt. Die Rede erscheint als Buch (zweisprachig).

Dienstag, 29. Mai 2018, 19.30 Uhr
Elegie und Aufbruch
China zählt zu den großen Globalisierungsprofiteuren, bleibt politisch aber abgeschottet. Künstler wie Ai Weiwei (geb. 1957 in Peking) und Yang Lian (geb. 1955 in Bern) werden ins Exil gezwungen. In ihren jüngsten Werken beschäftigen sie sich mit den Globalisierungsverlierern - Ai Weiwei in seinem Dokumentarfilm "Human Flow", Yang Lian in seinem Langpoem "Venedig Elegie". Zu den Verlierern gehören auch die Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter, die für Niedriglöhne an Fließbändern arbeiten. Eine von ihnen ist die Dichterin Zheng Xiaoqiong (geb. 1980 in Sichuan), die ihre Erfahrungen in ihren Texten verarbeitet.
Die Lesung Elegie und Aufbruch wird gemeinsam mit Poetry on the Road organisiert und freundlich unterstützt vom Konfuzius-Institut Bremen.
Mit Ai Weiwei (China/ Deutschland) und den Autoren Zheng Xiaoqiong (China) und Yang Lian (China/Deutschland). Es moderiert die Literaturkritikerin Claudia Kramatschek.
Ai_Weiwei_c_Ai_Weiwei_Studio_kl.jpgZheng_Xiaoqiong_c_privat.jpgAi Weiwei und Zheng Xiaoqiong. Fotos: Ai Weiwei Studio und privat
Vollständiges Festivalprogramm und Vorverkauf unter
 


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Hanseatenweg 10
10557 Berlin - Mitte
 
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URL:  www.adk.de
 
Seit dem 1. Oktober 1993 sind Ost- und West-Akademie hier vereinigt. Im März 2005 bezog die Akademie der Künste wieder einen Neubau an der alten Adresse am Pariser Platz 4. Das Haus am Hanseatenweg aus 1960 gilt weiterhin als bedeutender Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und Gesprächsrunden. Die Appartements und Ateliers stehen Künstlern als Arbeitsräume zur Verfügung.
 
 
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