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09.03.2018 - 11.03.2018

last dance - Autocenter zu Gast im KINDL

Eine Gruppenausstellung nach bewährtem Muster

Als Joep van Liefland und Maik Schierloh 2001 ihr "Autocenter" eröffneten, riefen sie damit einen der aufregendsten Künstlerräume der Stadt ins Leben. Und ihr Konzept war neu: Sie zeigten neben einem Club in der Simplonstraße Ausstellungen, die jeweils nur ein Wochenende dauerten - und das hatte Vorteile: Man brauchte kein Budget, keine Aufsichten, kein Geld für Auftragsarbeiten, keine Assistenzen und keine PR-Beauftragten. Es war also eine Non-Profit-Galerie ohne die üblichen Regelungen des Kunstmarktes.

KINDL_AC_Frederic_Spreckelmeyer_Chronos_k.jpgEines der Ausstellungsstücke ist "Chronos" von Frederic Spreckelmeyer. Nun war Chronos bei den alten Griechen ja der Gott der Zeit und versinnbildlichte, wie sie und mit ihr unser Leben langsam aber sicher verrinnt. Und da man dies schon immer messen wollte, kann eine technische Apparatur damit durchaus zu tun haben ... Foto: Kindl/Spreckelmeyer

2007 wurde die erste Etage eines Lebensmitteldiscounters in Friedrichshain zum Autocenter, 2013 schließlich ein Raum in der Leipziger Straße. Als der Ausstellungsbetrieb 2015 stillschweigend beendet wurde, hatte man in vierzehn Jahren ohne institutionelle Unterstützung eine Menge erreicht: Nicht weniger als 200 Ausstellungen mit 800 Künstlern hatten stattgefunden, eine Sommerakademie, eine Reihe von Vorträgen und Performances, ein Oktoberfest, einige Konzerte, zwei Auktionen udn es gab ein massives Hardcover-Buch (350 Seiten über die Geschichte des Raumes) und eine ikonische Tragetasche.

Im KINDL-Zentrum soll nun eine Ausstellung exakt nach den Regeln erfolgen, die das Autocenter von Beginn an befolgte: Sie soll am Freitagabend eröffnet werden und nur ein Wochenende laufen. Und es soll keine Best-of-Compilation werden, sondern eine neue Schau von rund dreißig Künstlerinnen und Künstlern, die im Autocenter noch nicht gezeigt wurden. Schließlich hat sich die Berliner Kunstszene gewandelt und es gibt viele jüngere Kunstschaffende, deren Arbeiten ausgestellt werden sollten.

Gezeigt werden unterschiedlichste Fotografien, Skulpturen, Bilder und Video-Arbeiten von Alisa Berger, Antje Engelmann, David Jablonowski, Eva Vuillemin, Felix Kultau, Florian Meisenberg, Franz Burkardt, Frederic Spreckelmeyer, Hadassa Emmerich, Hiroki Tsukuda, Isabella Fürnkäs, Isabelle Fein, Jeewi Lee, Maik Schierloh, Manor Grunewald, Maria Krementi, Marie Reinert, Marie Rief, Michael White, Mohamed Namou, Niklas Binzberger, Ossian Fraser, Paris Giachoustidis, Paul Laffoley, Robert Lucander, Sandra Vaka, Shira Wachsmann, Simon Laureyns, Sofia Hulten, Stephanie Stein, Tamina Amadyar, Taslima Ahmed/Manuel Gnam, Tilman Hornig.

Kuratiert von Joep van Liefland und Maik Schierloh

Eröffnung: 9. März 2018, 18-22 Uhr
Ausstellung: 10. + 11. März 2018, 12-18 Uhr
Maschinenhaus M0

Infos auch unter
www.kindl-berlin.de
www.autocenter-art.de
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 2
12053 Berlin - Neukölln
 
URL:  http://www.kindl-berlin.de
 
 
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