Home

20.06.2017, 18:00 Uhr

Historische Zäsuren im Film

"Potsdamer Gespräche" im Filmmuseum spüren den Wendepunkten der Geschichte nach

Reformation, Revolution und Krieg bilden Zäsuren in der Geschichte, Eck- und Wendepunkte, die zu umfassenden Veränderungen führten. Zurzeit wird wegen des Jubiläums an die Reformation erinnert, die Russische Revolution 1917, die beiden Weltkriege oder der Umbruch 1989/90 beeinflussten deutlich den Verlauf der Geschichte. Aber welche Ereignisse sind dafür wichtig genug? Wie werden sie beurteilt und welche Unterschiede zeigen sich dabei? Gehört der Kriegseintritt der USA 1917 auch dazu, der den Großen Krieg zum Weltkrieg werden ließ? Wie wird der Angriff auf Pearl Harbor 1942 heute aus japanischer Sicht bewertet? Welche Bedeutung kam dem 6-Tage-Krieg 1967 im Nahen Osten zu?

Es sind spannende Fragen, mit denen man sich in nächster Zeit einmal im Monat im Filmmuseum beschäftigen wird. Bei den Gesprächen versuchen sich Fachleute an der richtigen Einschätzung und dazu werden passende Filme gezeigt, die historische Zäsuren in besonderer Weise zeigen und in Szene setzen.

Am Dienstag, 20. Juni, geht es um die 1970 entstandene US-amerikanisch / japanische Koproduktion "Tora! Tora! Tora!", die den japanischen Angriff auf Pearl Harbor beschreibt - und das erstmalig sowohl aus der Sicht der Amerikaner als auch der Japaner. Der aufwändig und historisch genau inszenierte Kriegsfilm entstand unter Regie von Richard Fleischer, Kinji Fukasaku und Toshio Masuda am Originalschauplatz auf Hawaii.

Vor dem Film diskutieren der Historiker Takuma Melber und Dr. Martin Schaad vom Einstein Forum über Pearl Harbor aus japanischer Perspektive


Aus dem weiteren Programm der Potsdamer Gespräche 2017:


20.06. Pearl Harbor aus japanischer Perspektive
12.09. Grenzanlagen inmitten der Potsdam-Berliner Parklandschaft 1961-1990. Ein Blick zurück
17.10. Protestantische Massenbeweger im sozialistischen Kino
21.11. Der Kriegseintritt der USA 1917: Vom Einwanderungsland zur Weltmacht. Militärhistorische und sozialwissenschaftliche Aspekte
12.12. Der 6-Tage-Krieg, seine Wahrnehmung in der DDR und seine Auswirkungen

Beginn der Potsdamer Gespräche ist immer um 18 Uhr. Bei den Podiumsdiskussionen ist der Eintritt frei, die Vorstellung kostet wie immer 6, erm. 5 Euro. Zwischen Film und Diskussion gibt es jeweils eine Pause.

Kartenreservierung über Telefon 0331-27181-12, per Mail an ticket@filmmuseum-potsdam.de und im Spielplan des Kinos.

ToraToraTora-1.jpg
Der Filmtitel "Tora! Tora! Tora!" stammt von einem japanischen Funkspruch, der allen Einheiten den Erfolg der Angriffe auf Hawaii mitteilen sollte, war aber eigentlich das Signal, dass der Angriff in der Variante für vollständige Überraschung durchzuführen war, also zuerst mit Torpedobombern. "To" steht für totsugeki (angreifen) und "ra" für raigeki (Torpedos/ Torpedobomber). Das Signal to ra, to ra, to ra wurde auch von amerikanischen Funkern empfangen, die tora verstanden, das japanische Wort für Tiger.


 
URL:  http://www.filmmuseum-potsdam.de/index.php?id=f64255ceb63c158e7598001d907f4db1&year=2017&month=6


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
Öffnungszeiten:  Museum:
Di bis So 10 bis 18 Uhr Einlass bis 17.30 Uhr
Kino:
Di bis So 17 und 19 Uhr, Do bis Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino:
Mi, Sa & So 15 Uhr
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Diverses

Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de