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30.06.2018 - 21.10.2018

Gerhard Richter. Abstraktion

Gerhard Richter (* 1932 in Dresden) gilt als der wichtigste deutsche Maler unserer Zeit, und bis in den Herbst kann man sich in Potsdam 94 Arbeiten ansehen und begreifen, warum von keinem weltweit noch lebenden Künstler die Werke teurer verkauft werden.

Gerhard Richter_Abstraktes Bild_my.jpgNoch nie war ich so unzufrieden mit dem Apparat, mit dem ich fotografiere. Das Bild ist eine einzige Farborgie. Fotos: Gerhard Richter/Barberini/my

Gezeigt werden 94 abstrakte Gemälde, Skulpturen und Editionen, also "Bilder von Dingen, die es gar nicht gibt", wie Gerhard Richter wunderbar beschreibt. Überhaupt entzieht sich der Meister in der Beschreibung seiner Arbeiten allen Rezensenten und Kritikern aufs Vortrefflichste und macht mit seiner Normalität und Bescheidenheit die bestmögliche Werbung für seine Kunst. Schon mit seinen ersten Sätzen überließ der Dresdner bei der Ausstellungseröffnung den versammelten Kulturjournalisten die Arbeit, für seine Bilder die passende Rezension aufzuschreiben: "Ich male gern. Mit dem Rest sollen sich Analytiker beschäftigen", sagte er. Und ähnlich ging es allen folgenden Fragen: Wann ein abstraktes Bild eigentlich fertig sei beantwortete er mit "Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Es ist kein Denkvorgang. Es ist Malen."

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Gerhard Richter mit der Barberini-Direktorin Ortrud Westheider und den Kuratoren Dietmar Elger und Vakerie Hortolani

Der nette alte Mann malt halt lieber als dass er redet, er ist Praktiker und überlässt die Theorie Anderen. Um was drehen sich denn Ihre neuen Bilder? "Das werden Sie ja gleich sehen. "Woran arbeiten Sie denn jetzt? "Gar nicht. Ich komme nicht dazu." Und wie empfinden Sie es, Deutschlands bedeutendster Maler zu sein? "Schwierig. Aber das ist eben so. Gewöhnt man sich dran."

Gerhard Richter_Abstraktes Bild 1997_my.jpg
Aber für die Ausstellung findet er doch lobende Worte: "Es ist schön geworden hier", sagt er, "an einige Bilder konnte ich mich aber gar nicht mehr erinnern." Er malt halt schon sehr lange - und das auf meist ungewöhnliche und oft wunderbare Weise. Und da man die Bilder nicht kaufen kann, sollte man sie sich wenigstens ansehen.

Links: die 1024 Farben kennt jeder, dieses "abstrakte Bild" eher nicht. Aber es vermittelt den Spaß am Malen und am Anschauen. Unten die "7 Scheiben", die ihre Umgebung in vielen Blickwinkeln widerspiegeln.

Gerhard Richter_7 Scheiben_my.jpg
 
URL:  https://www.museum-barberini.com/gerhard-richter-abstraktion/


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Email:  info@museum-barberini.com
URL:  http://museum-barberini.com/
 
 
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