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05.08.2018 - 08.09.2018

Kunst im Untergrund

Seit 60 Jahren gibt es "Kunst im Untergrund": Was 1958 in der DDR mit dem Aufruf "Plakate für den Frieden" auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz begann, wird seit der Wende von der nGbK (damals NGBK) im öffentlichen Raum fortgesetzt. In diesem Jahr zeigt sie eine Ausstellung in der station urbaner kulturen im wenig kunstverwöhnten Hellersdorf und gibt einen Einblick in sechs Jahrzehnte Kunst im Untergrund, der Schwerpunkt liegt allerdings auf den Jahren 1989/90. Außerdem sind Entwürfe der diesjährigen Ausschreibung zu sehen, man will die zeitlichen Kontinuitäten und Brüche künstlerischer (Um-)Setzung deutlich machen.
untergrund_jubilaeum.jpg"Hund ist extra" hieß eine Ausstellung von Kunst im Untergrund (Kunst statt Werbung) im U-Bahnhof Alexanderplatz 1993. Foto: nGbK/Hucky Porzner

Schwerpunkt der diesjährigen Ausschreibung war die Verbindungen zwischen Hellersdorf als Außenbezirk und dem Alexanderplatz als Sinnbild urbaner Zentralität und gleichzeitig traditionellem Austragungsort des Wettbewerbs. Unter dem Motto "Recht auf Stadt" thematisieren die künstlerischen Arbeiten das Verhältnis von Stadtpolitik und bürgerlicher Teilhabe und fragen was Stadt ist und wem sie gehört.

Zur Geschichte:
In den Jahren ab 1958 waren die Plakataktionen für die Hintergleisflächen der U-Bahnstation staatlich reglementiert. Im weiteren Verlauf zeugen Themenwahl und Umsetzung vom Bemühen der Künstlerinnen und Künstler, den U-Bahnhof Alexanderplatz vom Agitationsraum für politische Propaganda in einen Ort für künstlerische Beiträge zu gesellschaftlich relevanten Themen zu verwandeln.

1991 gründete sich die Arbeitsgruppe "Kunst statt Werbung" in der nGbK und realisierte 1993 die Gruppenausstellung "Hund ist extra" auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz. Bis 2008 wechselten jährlich die Ausstellungen und künstlerischen Aktionen sowohl auf den Flächen hinter den Gleisen der U2 als auch auf dem Bahnsteig. Nachdem die BVG die Werbeflächen auf den U-Bahnhöfen verkauft hatte, stand der Bahnsteig am Alexanderplatz nicht mehr für die Kunst zur Verfügung. Der Kunstwettbewerb veränderte sich: Die Standorte wechselten entlang des U-Bahnnetzes - nun nicht mehr ausschließlich unterirdisch - und auch die künstlerischen Formate wurden erweitert hin zu stärker konzeptionellen und intervenierenden Arbeiten. 2014 entstand mit der station urbaner kulturen in Hellersdorf eine feste Anlaufstelle, in der weiterhin gesellschaftspolitische und ästhetische Fragen an die Menschen dieser Stadt adressiert werden.
 

Eintritt kostenlos


Zur Umkreissuche   Anschrift
station urbaner kulturen
Auerbacher Ring 41
12619 Berlin - Marzahn-Hellersdorf
 
Telefon:  0173 2009608
Email:  info@kunst-im-untergrund.de
URL:  http://www.kunst-im-untergrund.de/station/
 
Öffnungszeiten:  Do-Sa 15-19 Uhr
 
Träger: neue Gesellschaft für bildende Kunst
 
 
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