Home

09.09.2017 - 12.11.2017

The kids want communism

Die Ausstellung "The kids want communism" kommt aus den Museums of Bat Yam in Israel und erinnert an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Sie zeigt Arbeiten von in Israel lebenden Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten sich mit den historischen Konflikten und mit den noch immer interessanten Ideen des Sozialismus beschäftigen und wird von der Rosa Luxemburg Stiftung gefördert.

In der Ankündigung der Ausstellung heißt es, man wolle nicht nur über Form und Folgen des real existierenden Sozialismus im 20. Jahrhundert nachdenken, sondern auch "beleuchten, was beinahe passiert wäre, was nicht passiert ist, was hätte passieren können oder sollen und was noch immer passieren könnte." "Kommunismus" drücke schließlich mehr als jeder andere Begriff den Gegensatz zu einer Realität aus, die Ausbeutung und Ungleichheit befürworte und zelebriere. Auf den Seiten des Bat Yamer Museums (moby.org.il/en/) wird aber auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die das Leben im Sozialismus mit sich brachte.
MoBY_Liegen.jpg"Structure for Rest" heißt diese Installation von Ohad Meromi, die zum Tagträumen einladen möchte - das Publikum soll Alternativen zum heutigen Leben nicht aus den Augen verlieren. In Bat Yam erhielt die verwinkelte Etagenbettsammlung ab und zu einen neuen Standort und es gab "sleep practice and sleep choreography workshops". Foto:Ohad Meromi/moby.org

In der Ankündigung der Museums of Bat Yam wird der französische Kommunist Daniel Bensaïd zitiert, der davon sprach, dass der Kommunismus zwar Schaden erlitten habe, weil er bürokratischer Realpolitik zum Opfer fiel und zu einem totalitären Unternehmen deformiert wurde, das Fortbestehen seiner faszinierenden Ideen könne das aber nicht behindern. Wahrscheinlich wurde deshalb auch der Name der Ausstellung gewählt. Schlechte Erfahrungen werden gern vergessen und noch seltener vererbt ...
Zoya Cherkassky_Our Mother is Anarchy_2015.jpg
"Back in the USSR, You Don't Know How Lucky You Are" heißt eine Serie von Bildern von vier aus Russland eingewanderten Israelinnen ("New Barbizon group"), die sie in ihrer Kindheit in der Sowjetunion gemalt haben. Foto: Zoya Cherkassky/moby.org.

Programm:
Freitag, 8. September, 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung durch Kulturstadträtin Clara Herrmann, Dr. Florian Weis von der Rosa Luxemburg Stiftung, Tsafrir Cohen, Leiter des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Joshua Simon, Kurator der Ausstellung.

Sonnabend, 9. September, 16 Uhr: Joshua Simon im Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung

Dienstag, 7. November, 19 Uhr: Feier 100 Jahre bolschewistische Revolution! Lesung, Party u.a.m




 
URL:  http://www.kunstraumkreuzberg.de/programm.html

Eintritt kostenlos


Zur Umkreissuche   Anschrift
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg
 
Telefon:  030 - 90298 1455
URL:  www.kunstraumkreuzberg.de
 
 
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de