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21.03.2018 - 29.04.2018

Bauhaus-Archiv macht zu, kann aber noch besucht werden

Das Bauhaus-Museum ist jetzt schon mal bis zum 20. März wegen Umbau- und Aufräumarbeiten geschlossen (außer Laden und Café), Anfang Mai beginnen dann die Arbeiten für die Erweiterung und Sanierung des Museumsgebäudes. In der Zeit dazwischen kann man sich das Bauwerk aber noch so genau ansehen wie sonst nie - vom 21. März bis zum 29. April 2018 kann man das 1979 eröffnete Gebäude von Walter Gropius im lichtdurchfluteten Originalzustand auf sich wirken lassen, für den leergeräumten und von allen Einbauten befreiten Bau wird auch kein Eintritt mehr verlangt. Stattdesssen bietet man kostenfreie Architekturführungen an und man kann sich an einer künstlerischen Klanginstallation und -performance von Bill Dietz und Janina Janke beteiligen. Dazu informieren ein Film und ein Audioguide mit Interviews der Mitarbeiter des Bauhaus-Archivs über den anstehenden Umzug und die Zukunftsperspektiven des Hauses.

Bauhaus_1979_bauhaus-Archiv Berlin_Foto_Reinhard Frierich.jpgEin Saal 1979 - jetzt sieht er räumlich wieder ähnlich aus. Foto: Bauhaus-Archiv/Reinhard Friedrich

Im Sommer eröffnet das Bauhaus-Archiv dann im Haus Hardenberg in der Knesebeck- Ecke Hardenbergstraße einen neuen Veranstaltungsort. In dem Laden, in dem sich einst die Buchhandlung Kiepert befand, erfährt man in der Bauzeit alles über alle Projekte des Bauhauses und der bauhaus-shop verleitet zum Geldausgeben.

Bekanntlich wird das Bauhaus-Archiv anlässlich seines 100. Gründungsjubiläums 2019 nicht nur denkmalgerecht saniert, es erhält auch einen Museumsneubau, da der Raum noch nie gereicht hat. In den letzten zehn Jahren haben sich die Besucherzahlen im Bauhaus-Archiv verdoppelt, inzwischen kommen weit über 100.000 Gäste im Jahr und das Bauhaus-Archiv weist mit Stolz darauf hin, dass es bereits in der Top-Liga der vier Prozent der besucherstärksten Museen in Deutschland rangiert.

Und durch den Neubau werden die Zahlen garantiert noch weiter wachsen. Nach einem Architekturwettbewerb, bei dem 41 Vorschläge eingereicht wurden, zeichnete man im Herbst 2015 einstimmig einen Entwurf von Staab Architekten / Berlin aus, der nun umgesetzt wird und 2021 fertig sein soll. Begründung des Preisgerichts: Dem Entwurf gelinge es, "den Bestand zu stärken und gleichzeitig einen wahrnehmbaren, zeichenhaften Eingang für die abgesenkten Ausstellungsflächen zu schaffen".
Bauhaus-Turm(c)Staab-Architekten.jpgAuf dieses bestens passende Eingangsgebäude des Bauhaus-Museums kann man sich freuen. Nur gut, dass Architekten nicht das Wetter mitplanen können - obwohl man bei Regen ja gern Museen besucht ... Darstellung: Staab-Architekten

Das Bauhaus-Archiv beschrieb die Pläne damals so: "Ein rund 20 Meter hoher, gläserner Turm wird ikonischer Blickfang im Stadtraum und zugleich Eingang in das daruntergelegene Museum. Die flexibel bespielbaren Ausstellungräume mit einer Fläche von 2.300 Quadratmetern werden miteinander verbunden und durch einen unter der Zugangsrampe des Bestandsgebäudes gelegenen Umgang zugänglich. Dieser eröffnet einen Blick auf den Innenhof, der zentraler Ort des architektonischen Gesamtensembles wird. Seitlich des Turms, in dem Räume für die Museumspädagogik und ein digitaler Informationsbereich untergebracht werden, fügt sich ein lang gestreckter Riegel entlang der Von-der-Heydt-Straße an, in dem sich das Café und der bauhaus-shop befinden werden. Archiv und die Bibliothek bleiben im Bestandsgebäude verortet."
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14
10785 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 254 00 20
Telefax:  030 254 00 210
Email:  bauhaus@bauhaus.de
URL:  www.bauhaus.de
 
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Kunst und Kultur
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