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21.02.2017 - 25.02.2017

Berlinale Spotlight

Perspektive Deutsches Kino im Filmmuseum Potsdam

Seit anderthalb Jahrzehnten gibt in der Berlinale die Sektion Perspektive Deutsches Kino und fast ebenso lange spielt das Filmmuseum Potsdam die immer wieder spannende Filmauswahl nach und lädt die Filmemacher/-innen zum Gespräch ein. Und dafür sprechen mehrere Gründe. Ein eindrucksvoller ist, dass von den von der Berlinale ausgewählten Spiel- und Dokumentarfilmen in diesem Jahr allein drei an der Filmuniversität Babelsberg entstanden sind. Ein weiterer Anlass, das Potsdamer Angebot zu schätzen, ist die Tatsache, dass die Perspektive-Filme sozusagen frisch nach der Berlinale im Filmmuseum vorgestellt und diskutiert werden - nach nur einem Tag Kinopause in der Zeit vom 21. bis zum 25. Februar. "Damit wollen wir die Festivalstimmung um fünf Tage verlängern und nach Potsdam verlegen", erklärte Linda Söffker, die Leiterin der Perspektive Deutsches Kino, die das Potsdamer Berlinale Spotlight auch eröffnen wird.
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Dieses Bild aus dem Film Back for Good weist uns hier darauf hin, dass sich Fahrten nach Potsdam auch in den Abendstunden lohnen können. Zum Beispiel, um den Film von Mia Spengler zu sehen.

Last, not least gibt es für Filmfreunde noch einen weiteren Grund zur Freude: Die Karten sind preiswert und wenn man nicht zu lange wartet günstig zu bekommen: Reservierung ist unter Tel. 0331-27181-12 oder per Mail an ticket@filmmuseum-potsdam.de möglich.

Daher hier das Programm, das man auch beim Filmmuseum anklicken kann:

Di., 21. Februar, 18:00 Uhr
Back for Good
R: Mia Spengler, D: Kim Riedle, Juliane Köhler, Leonie Wesselow, D 2017, 91'
Nach ihrem Drogenentzug, der eigentlich nur eine PR-Aktion sein sollte, verliert Reality-TV-Sternchen Angie ihren Freund und Manager und muss zu ihrer Mutter ziehen. Als diese einen Zusammenbruch erleidet, muss Angie auch noch ihre pubertierende und an Epilepsie erkrankte Schwester Kiki betreuen. Dabei will sie einfach nur zurück ins Fernsehen.
Begrüßung: Linda Söffker (Leiterin Perspektive Deutsches Kino)
In Anwesenheit der Regisseurin Mia Spengler

Di., 21. Februar, 20:15 Uhr
Eisenkopf
R: Tian Dong, D 2017, Dok., 92'
Die Shaolin-Kung-Fu-Fußballmannschaft vereint den traditionellen Ballsport mit Elementen der uralten chinesischen Kampfkunst. Dafür gewinnt sie in China zunehmend an Aufmerksamkeit. Nach Ansicht des Erfinders des Kung-Fu-Fußballs, Meister Shi Yanlu, wird sein Fußballtraining Chinas Nachwuchsspielern wieder zu internationaler Anerkennung verhelfen. Der Film fragt nach den Hoffnungen und Träumen der jungen Schüler und auch danach, ob Kung-Fu-Fußball tatsächlich so zukunftsträchtig ist.
In Anwesenheit des Regisseurs Tian Dong

Mi., 22. Februar, 18:00 Uhr
Die Tochter
R: Mascha Schilinski, D: Helena Zengel, Karsten Antonio Mielke, Artemis Chalkidou, D/GR 2017, 103'
Als sich Jimmy und Hannah nach zwei Jahren der Trennung beim Verkauf ihres Ferienhauses auf einer ägäischen Insel wieder annähern, wollen sie einen Neuanfang als Liebespaar wagen. Dabei ahnen sie nicht, dass ausgerechnet ihre siebenjährige Tochter Luca alles daran setzen wird, genau dies zu verhindern. Mit kindlicher Cleverness spielt Luca ihre Eltern gegeneinander aus, bis sich vor der Kulisse des Inselidylls ein abgrundtief bösartiger Machtkampf um den Familienthron entspinnt.
In Anwesenheit der Regisseurin Mascha Schilinski

Mi., 22. Februar, 20:15 Uhr
Die beste aller Welten
R: Adrian Goiginger, D: Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Lukas Miko, A/D 2016, 103'
Salzburg 1999, der siebenjährige Adrian wächst abseits von Glanz und Glamour der Festspielstadt auf. Seine junge Mutter Helga und ihr Freund sind heroinabhängig, der leibliche Vater starb bereits vor seiner Geburt. Die anderen Erwachsenen in Adrians Umfeld sind Alkoholiker, Drogensüchtige, Dealer und Kriminelle. Helga liebt ihren Sohn Adrian über alles. Sie verliert aber immer wieder den Kampf gegen ihre Sucht. Nachdem sich ein Dealer in ihrer Wohnung den tödlichen, goldenen Schuss gesetzt hat, spitzt sich der Konflikt zu. Hat Helga die Kraft sich zu entscheiden?

Do., 23. Februar, 18:00 Uhr
Mikel
R: Cavo Kernich, D: Jonathan Aikins, Para Kiala, Frank Schröder, D 2016, 31'
In Mikel arbeitet ein junger Flüchtling in der Renovierungsfirma des Deutschen Norbert, der ihm eine Aufenthaltsgenehmigung und faire Bezahlung versprochen hat. Bald kann Mikel das Ausbeutungsverhältnis nicht mehr mit seinem Selbstwertgefühl vereinbaren. Ohne zu wissen wohin, macht er sich auf die Suche nach einer Alternative.
In Anwesenheit des Regisseurs Cavo Kernich

Tara
R: Felicitas Sonvilla, D: Sasha Davydova, Leo van Kann, Lena Lauzemis, D 2016, 30'
Europa ist in Tara ein dunkler Ort geworden, Nationalismus und Überwachung prägen die einzelnen Staaten. Eine junge Frau namens Mira, von der Staatsgewalt verfolgt, steigt in Paris in einen Zug Richtung Osten. An einem Ort namens Tara soll sich eine mysteriöse Gruppe der Idee einer neuen Gesellschaftsform verschrieben haben. Wird Mira dort endlich ein freies Leben führen können? - Eine fragmentarische und enigmatische Parabel über die Suche nach einer Utopie in einem dystopischen Europa.
In Anwesenheit der Regisseurin Felicitas Sonvilla

Do., 23. Februar, 19:45 Uhr
Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes
R: Julian Radlmaier, D: Deragh Campbell, Beniamin Forti, Julian Radlmaier, D 2017, 99'
Da er keine Förderung bekommt, sieht Julian sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Der jungen Kanadierin Camille macht er weis, es handele sich um eine Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll. So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Eine politische Komödie mit magischen Wendungen.
In Anwesenheit des Regisseurs Julian Radlmaier

Do., 23. Februar, 22:00 Uhr
Kontener
R: Sebastian Lang, D: Anka Gracyk, Joanna Drozda, D 2017, 30'
Zwei Frauen im Schichtbetrieb auf einem Milchhof in Brandenburg. Im Dorf sind sie »die zwei Polinnen«. Als der Betriebsleiter verreisen muss, erscheint Tava nicht zur Arbeit, ist nicht auffindbar. Doch als Maryna nachts in ihrem Wohncontainer aufwacht, merkt sie, dass sie nicht allein ist: Tava liegt neben ihr, wie ein Kind an sie geklammert. Auf der Nachtschicht verschweigt Maryna, dass Tava wieder aufgetaucht war. Deren Spur verliert sich auf einem Trinkgelage im Umland.
In Anwesenheit des Regisseurs Sebastian Lang
(für diese Vorführung - Eintritt: 3 Euro, erm. 2,50 Euro)

Fr., 24. Februar, 18:00 Uhr
Millennials
R: Jana Bürgelin, D: Anne Zohra Berrached Leonel Dietsche Jan Koslowski, D 2017, 70'
Zwei Anfang 30-Jährige suchen ihren Weg in einer Welt, in der alles möglich scheint: Anne ist eine erfolgreiche Regisseurin, die nur ihre Karriere im Sinn hat, Leo, ein Träumer, der Fotograf werden will. Beide müssen feststellen, dass sie mit ihren Lebenskonzepten an Grenzen stoßen.
In einem atmosphärischen Trip begleitet der Film seine Figuren bei der Selbstfindung. Ein nächtliches Großstadtmärchen, bei dem Wirklichkeit und Fiktion ineinanderfließen.
In Anwesenheit der Regisseurin Jana Bürgelin

Fr., 24. Februar, 19:45 Uhr
Ein Weg
R: Chris Miera, D: Mike Hoffmann, Mathis Reinhardt, Tom Böttcher, D 2017, 107'
Wie lange dauert die Ewigkeit? Ein paar Jahre oder nur einen Wellenschlag an der rauen Ostseeküste? Andreas und Martin teilen die Höhen und Tiefen des Alltags, ihr Sohn Max wird langsam erwachsen. Eine behutsame Annäherung an die Spuren einer langen Beziehung.
In Anwesenheit des Regisseurs Chris Miera

Fr., 24. Februar, 22:00 Uhr
Gabi
R: Michael Fetter Nathansky, D: Gisa Flake Florian Kroop Martin Neuhaus, D 2017, 30'
Das Leben der Fliesenlegerin Gabi gerät aus den Fugen. Ihr Mann Edgar betrügt sie, und da das Altersheim, in dem ihr Vater untergebracht ist, einen Wasserschaden hat, muss Gabi den Vater bei sich einquartieren. Einzig ihr weitaus jüngerer Arbeitskollege Marco bringt ein wenig Freude in ihr Leben. Er probt mit Gabi, wie er die Beziehung zu seiner Freundin beenden kann. Das Spiel entpuppt sich für Gabi als Möglichkeit, gegen die Leere im eigenen Leben anzukämpfen.
In Anwesenheit des Regisseurs Michael Fetter Nathansky

Sa., 25. Februar, 18:00 Uhr
Könige der Welt
R: Christian v. Brockhausen, Timo Großpietsch, D 2016, Dok., 94'
Mit dem größenwahnsinnigen Versprechen, die beste Rockband aller Zeiten zu werden, versenden Union Youth aus einem Kaff in Niedersachsen im Jahr 2000 ihre Demo-Tapes an die größten Musik-Labels der USA. Sie schaffen es nach Los Angeles, spielen vor Superstars, fahren in Limousinen, sitzen mit Robbie Williams und Josh Homme in Bars. Es ist eine rauschhafte und exzessive Zeit - bis zum bösen Erwachen. 15 Jahre später gehen sie alle ganz unterschiedliche Wege, als sich die Band um den Sänger Maze unter dem Namen Pictures neu formiert. Doch Maze hat Drogenprobleme. Ein schmerzhafter Selbstfindungstrip für alle Beteiligten beginnt. Der Dokumentarfilm fragt danach, was bleibt, wenn Träume erwachsen werden.
In Anwesenheit der Regisseure Christian von Brockhausen und Timo Großpietsch

Sa., 25. Februar, 20:00 Uhr
Zwischen den Jahren
R: Lars Henning, D: Peter Kurth, Karl Markovics, Catrin Striebeck, D 2016, 97'
Der wortkarge und etwas grobschlächtige Becker ist nach einer lebenslangen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Sein altes Leben und die schreckliche Tat, die er damals begangen hat, liegen weit hinter ihm. Jetzt will er nur noch seine Ruhe. In der Firma, in der er arbeitet, hat er sogar eine Frau kennen gelernt, die Putzfrau Rita, der er sich zaghaft annähert. Doch dann taucht Dahlmann auf, dessen Frau Becker vor achtzehn Jahren beim Einbruch in die Villa der Dahlmanns erschoss. Becker bittet Dahlmann um Vergebung, der aber will Vergeltung. Die Gewalt, die Becker aus seinem Leben verbannt hatte, holt ihn wieder ein.
In Anwesenheit des Regisseurs Lars Henning

Sa., 25. Februar, 22:15 Uhr
Final Stage
R: Nicolaas Schmidt, D: Aaron Hilmer, Fynn Grossmann, D 2017, 27'
Die Welt auf Farben, die Zeiten hart, modern und bitter. Ein Junge in »Europas längster Shopping Mall«. Einsam weint er jemandem nach. Er spürt, dass etwas nicht stimmt.
In Anwesenheit des Regisseurs Nicolaas Schmidt
(für diese Vorführung - Eintritt: 3 Euro, erm. 2,50 Euro)


 
Eintritt:  6 / 5 Euro 
URL:  http://www.filmmuseum-potsdam.de/index.php?id=064213f7647d15877071001d907f4db1&year=2017&month=2


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
Öffnungszeiten:  Museum:
Di bis So 10 bis 18 Uhr Einlass bis 17.30 Uhr
Kino:
Di bis So 17 und 19 Uhr, Do bis Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino:
Mi, Sa & So 15 Uhr
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
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