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09.11.2017, 19:00 Uhr

Kino im Kopf. Ein Abend mit Filmgeschichten aus der Ufa

Fritz Lang kommandiert die Komparsen herum, Erich Pommer ist ständig im Stress, die Vorstandssekretärin überlastet, Heinz Rühmann duckt sich vor Goebbels weg, Hans Albers hat mit einigen Münchhausen-Dialogzeilen so seine Schwierigkeiten - und warum eigentlich ist die Feuerzangenbowle heute noch so beliebt bei Studenten?

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der ufa haben Studierende aus den Masterstudiengängen Drehbuch und Filmkulturerbe der Filmuniversität Kurzfilmstoffe zur Geschichte des größten deutschen Filmkonzerns entwickelt. In komischen, traurigen und nachdenklichen Szenen setzen sie sich mit Filmen, Personen und Ereignissen aus dem Studiobetrieb von Anfang der 1920er Jahre bis 1945 auseinander und geben ihren ganz eigenen Blick auf die Firma zwischen Demokratie und Diktatur wieder.
Bundesarchiv_Bild_102-08538,_Fritz_Lang_bei_Dreharbeiten.jpgViele große Namen des deutschen FIlms sind ohne die ufa undenkbar, einer der wichtigsten war Fritz Lang, hier 1928 bei den Dreharbeiten für "Die Frau im Mond" (bei dem übrigens auch der Countdown erfunden wurde ...)
Foto: Bundesarchiv/wiki CC

Einige Autorinnen und Autoren stellen ihre Bücher in einer Lesung im Filmmuseum vor und laden das Publikum ein, »Kino im Kopf« zu machen.

Musikalische Begleitung: Peter Gotthardt
Gesamtleitung: Ursula von Keitz

Vorher um 18:00 Uhr im Foyer:

Geliebt, vertrieben - erinnert. Projektpräsentation zu den von der Ufa ab 1933 entlassenen jüdischen Filmschaffenden

Das Filmmuseum Potsdam würdigte in diesem Jahr mit einer Hommage im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg das Schaffen des Drehbuchautors und Regisseurs Emeric Pressburger.

Schon wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss der Ufa-Vorstand am 29. März 1933, einen Großteil ihres jüdischen Personals zu entlassen, das in den 1920er und frühen 1930er Jahren zur kreativen Blüte des Konzerns beigetragen hatte - Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Drehbuchautoren, Filmkomponisten, Schauspielerinnen und Schauspieler. Doch nicht alle konnten, wie Emeric Pressburger, im Exil weiterarbeiten und überlebten den Holocaust. Einige von ihnen wurden wie Kurt Gerron im KZ ermordet. Das Filmmuseum erinnert mit einer digitalen Präsentation an die Biographien der entlassenen Filmschaffenden, prominenten wie heute vergessenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und lädt dazu ein, sich mit ihnen und ihrer Arbeit auseinanderzusetzen.

Mit Friedemann Beyer (Filmhistoriker und Kurator)

Kartenreservierung: 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de

 
Eintritt:  5 Euro 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
Öffnungszeiten:  Museum:
Di bis So 10 bis 18 Uhr Einlass bis 17.30 Uhr
Kino:
Di bis So 17 und 19 Uhr, Do bis Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino:
Mi, Sa & So 15 Uhr
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Diverses

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