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15.06.2016 - 30.12.2026

Open-Air-Ausstellung in der Stasi-Zentrale

Wer vom Sommer 2009 bis in den Herbst 2010 einmal auf dem Alexanderplatz war, erinnert sich sicher an eine eindrucksvolle Freiluft-Ausstellung, bei der er sich wie mehr als drei Millionen weitere Menschen die friedliche Revolution der Jahre 1989/90 in Erinnerung rufen konnte.

Nun herrscht in der früheren Stasi-Zentrale in der Ruschestraße in Lichtenberg kein Publikumsverkehr wie auf dem Alexanderplatz, aber wenn ab dem 15. Juni 2016 die neue Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall" zu sehen ist, sollte man das Gelände mal wieder besuchen. Auf dem Parkplatz, auf dem einst Erich Mielkes schwarzer Volvo abgestellt wurde, werden auf 1.300 Quadratmetern die wichtigsten Stationen der Friedlichen Revolution in der DDR dokumentiert. Mehr als 650 eindrucksvolle Bilder, historische Dokumente und Filme werden in der neuen Dauerausstellung den gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland darstellen, und das von den Anfängen des Protests über den Fall der Mauer bis zur deutschen Einheit. ergänzt werden sie durch Texte in deutscher und englischer Sprache, die die oft bewegenden Momente der geglückten Freiheitsrevolution erklären. "Berlin wird damit um eine Attraktion reicher", ist sich die Robert Havemann Gesellschaft sicher: "Es gibt erstmals eine ständige Gesamtdarstellung des freudigsten Ereignisses der jüngsten deutschen Geschichte."

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Die neue Ausstellung lehnt sich an ihre Vorgängerin vor sechs Jahren auf dem Alex an.
Foto: Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.

Hat man sich die neue Ausstellung angesehen und betritt dann das Haus 1 des Stasi-Geländes, kann man das Arbeitszimmer Mielkes und den Alltag vom "Schild und Schwert der Partei" in Augenschein nehmen. Das Museum zeigt auf drei Etagen die Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur", die über die Entwicklung, die Funktion und die Arbeitsweise der Staatssicherheit informiert. Der Geheimdienst funktionierte als Repressionsmittel über Jahrzehnte sehr effektiv, zum Ende der DDR wollte er aber nur noch Unterlagen vernichten und seine Spuren verwischen.

Ihr Ende fand die Geheimpolizei, als das Gelände am 15. Januar 1990 von einer großen Zahl von Demonstranten gestürmt wurde. Dies war auch der wichtigste Schritt, um die Vernichtung der Stasi-Akten zu unterbinden, die zum Teil noch immer auf dem Gelände aufbewahrt werden. Auch das Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen kann in Führungen besichtigt werden.

Dass die beiden deutschen Regierungen die Stasi-Akten nicht 30 Jahre lang geheimhielten, wie sie es 1990 vorhatten, ist einer Aktion im September 1990 zu verdanken: Bürgerrechtler besetzten einen Monat lang das Stasi-Akten-Archiv und erreichten, dass zum ersten Mal Akten einer Geheimpolizei in großem Umfang öffentlich zugänglich gemacht wurden. Mit dabei war übrigens Tom Sello, der Projektleiter der neuen Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall", über die man hier fast alles erfahren kann: http://revolution89.de.


 

Eintritt kostenlos


Zur Umkreissuche   Anschrift
Stasi-Museum
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin - Lichtenberg
 
Telefon:  (030) 553 68 54
Email:  info@stasimuseum.de
URL:  http://www.stasimuseum.de/
 
 
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