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23.01.2017 - 28.06.2017, 19:00 Uhr

Was war eigentlich die Stasi?

Von der Stasi hört und liest man regelmäßig, so genau wissen die meisten Menschen aber dennoch nicht, wie sie sich Geheimpolizei der DDR eigentlich vorstellen sollen. Was die Stasi alles anstellte und welche Auswirkungen sie auf das alltägliche Leben der Menschen im Osten hatte, ist jüngeren Leuten noch schwerer zu vermitteln - es wissen nur die Älteren, die im Osten lebten oder Westdeutsche, die dorthin Kontakte hatten. Kein Wunder also, dass der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen wieder eine Veranstaltungsreihe startet, die unter dem Namen "Was war die Stasi?" deren Funktion, Tätigkeit und Bedeutung erklärt.

Dabei wird die Staatssicherheit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. "Detail an Detail zu reihen und fehlenden Sensationen nachzujagen, lohnt nicht länger", heißt es, stattdessen will man die Stasi endlich historisch, juristisch und gesellschaftlich einordnen.

Es wird also die Herkunft der Stasi behandelt und nach ihren Wurzeln gesucht. Lagen die bei den sowjetischen Geheimpolizeien, deren zaristischen Vorläufern oder bei der Gestapo? Auch die rechtliche Stellung der Geheimpolizei wird beleuchtet und zum Beispiel die Frage gestellt, wieso sie die Justiz dominierte. Die Macht der Staatssicherheit reichte ja unglaublich weit, ihre Grenzen waren aber irgendwie immer unklar. Auf jeden Fall prägte sie mit ihrer fast unbegrenzten Tätigkeit das gesellschaftliche Leben in der DDR und sie prägte sogar die Lebenswelt ihrer eigenen Angehörigen. Nirgendwo auf der Welt gab es im Verhältnis zur Zahl der Einwohner mehr Geheimpolizisten, man wusste also nie, ob man einem gegenübersaß. War die DDR also eher ein Stasi- als ein Nischen-Staat? Oder war sie vielleicht beides?

Klar waren die Aufgaben schon in der Bezeichnung "Schild und Schwert der Partei" definiert: Die Stasi sorgte für die Umsetzung der Wünsche und Vorstellungen der SED. Wichtigste Aufgabe war die Disziplinierung der eigenen Bevölkerung, aber auch in Feindesland gab es viel zu tun, ganz besonders in West-Berlin. Wer sich damit beschäftigen will, dem sei die morgige Veranstaltung im Rathaus Mitte empfohlen - sie soll den historischen Ort der Stasi bestimmen, auch wenn sie mit "Erich Mielke, das Gesicht der Stasi" überschrieben ist. Mielke stellte eben nur das Vorzeige-Gesicht der ansonsten möglichst geheimen Polizei dar.

Auf einen Vortrag von Dr. Klaus Bästlein (Historiker und Jurist, Referent beim Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen) folgt eine Diskussion mit Dr. Heribert Schwan (Journalist und Mielke-Biograf), Prof. Dr. Bernd Stöver (Historiker, Potsdam) und natürlich dem Publikum. Es moderiert Harald Asel vom rbb. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft und dem RBB-Inforadio.

Ort & Zeit:
Mittwoch, 25. Januar 2017, 19 Uhr, Rathaus Mitte, Robert-Havemann-Saal, Karl-Marx-Allee 31.

Das Programm der gesamten Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

 


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