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01.01.2016 - 31.12.2036

Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin

Geisterbahnhöfe_quer.jpgBlicke in die Vergangenheit im Zwischengeschoss des Nordbahnhofs

Ältere West-Berliner kennen sie noch, die Geisterbahnhöfe, und für die Besucher der westlichen Stadthälfte waren sie so intertessant, dass sie die Strecken unter dem Ostteil oft extra befuhren. Im Nordbahnhof zeigt eine AusstellungBilder aus den drei U- und S-Bahn-Linien, die Ost-Berlin unterquerten und von 1961 bis 1989 nur für Westberliner nutzbar waren. Wenn in der U-Bahn per Lautsprecher "Letzter Bahnhof in Berlin West!" angesagt war, hielten die Züge der heutigen Linien 6 und 8 sowie die Nord-Süd-S-Bahn nicht auf den verwaisten Bahnhöfen und in dem schummrigen Licht standen höchstens bewaffnete Wachposten.

Geisterbahnhöfe_quad.jpgOst-Berliner konnten die Linien nicht mehr benutzen. Die Eingänge waren unzugänglich oder verschwanden ganz aus dem Stadtbild. Nach und nach wurden die Bahnhöfe auch aus Karten und Stadtplänen getilgt. Je länger die Teilung andauerte, desto mehr verschwanden die bis 1961 benutzten Bahnlinien im Osten auch aus dem öffentlichen Bewußtsein.

Die Führung der DDR ließ zur Kontrolle der Verkehrswege ein komplexes System aus Mauern, Sperren und Signalanlagen errichten, das jede Flucht unmöglich machen sollte. Die meisten Fluchtversuche durch die Tunnels mißlangen denn auch und endeten in einem Gefängnis der DDR. Die Ausstellung zeigt geglückte wie mißglückte Fluchten und geht auch auf die recht zahlreichen Fluchtversuche von Grenzern ein.

Die Ausstellung ist zu finden im Zwischengeschoß des S-Bahnhofs Nordbahnhof, Eingang Gartenstraße.
Der Eintritt ist frei.

 


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Nordbahnhof
Invalidenstraße 131
10115 Berlin - Mitte
 
 
 
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