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25.11.2016 - 24.04.2017

Ein Wimpernschlag

.. so heißt nicht nur das unten zu sehende Bild von Cornelia Schleime, das die Arbeit in der DDR schon fast idealtypisch darstellt, so ist auch die Meldung überschrieben, in der mitgeteilt wird, dass die Künsterlin für ihr Lebenswerk in diesem Jahr den Hannah-Höch-Preis des Landes Berlin erhält. Dabei mag die Anerkennung zwar manchmal nur augenblicksweise aufgetreten sein, künstlerisch aktiv war Cornelia Schleime aber fast immer. 1953 in Ost-Berlin geboren, studierte von 1975 bis 1980 Grafik und Malerei an der Hochschule für Bildende Kunst (HfBK) in Dresden und engagierte sich in einer relativ selbstbestimmten jungen Kunstszene. Sie malte nach eigenen Vorstellungen und stellte in Ateliers oder Wohnungen aus, sie zeichnete und dichtete, entdeckte die Aktionskunst für sich und begann schließlich auch Filme zu machen. Ihr weit gefasster Kunstbegriff, die unkonventionellen Werke und Ausstellungen führten bereits 1981 zum Ausstellungsverbot. Nach mehreren Ausreiseanträgen siedelte Cornelia Schleime 1984 nach West-Berlin über, und was mit ihren zuvor gefertigten Arbeiten passierte, ist nichts bekannt.
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Die Freiheit, sich zu bewegen und die ihr gegenübergestellten Hindernisse waren die klassischen künstlerischen Themen in der DDR - manchmal auch nur für Augenblicke, wie in diesem Bild von Cormelia Schleime.

Im Westen entstand aber ein neues, facettenreiches und vielbeachtetes Werk. Nach landschaftsähnlichen Arbeiten, mit denen sie ihre in der DDR zurückgelassenen Werke noch einmal nachvollzog, konzentriert sich Cornelia Schleime seit den 1990er-Jahren auf großformatige Porträts und Figurenbilder. Inzwischen zählt sie zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation.

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Die Künstlerin 2008. Foto: Markus C. Hurek


Der Hannah-Höch-Preis wird seit 1996 von der Kulturverwaltung des Berliner Senats für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen. Er ist mit 60.000 Euro dotiert und umfasst neben dem Preisgeld eine Ausstellung und einen Katalog. Die Auswahl der Künstler erfolgt durch die Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats, in der die Berlinische Galerie, die Stiftung Stadtmuseum, das Kupferstichkabinett, der Neue Berliner Kunstverein sowie die kw, Institute for Contemporary Art, vertreten sind.

Den mit 20.000 Euro dotierten Hannah-Höch-Förderpreis erhält in diesem Jahr Tatjana Doll für den Bereich Malerei.
 
Eintritt:  8/5 Euro, freier Eintritt bis 18 Jahre 
URL:  http://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen-berlin/aktuell/cornelia-schleime/


Zur Umkreissuche   Anschrift
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Telefax:  030 – 789 02 – 700
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Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
 
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