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13.10.2017 - 28.01.2018

Wolfgang Fritz Volbach, ein Wissenschaftler zwischen den beiden Weltkriegen

Wissenschaft und Turbulenz

Anlässlich seines 125. Geburtstages erinnert das Museum für Byzantinische Kunst in einer Kabinettausstellung an Wolfgang Fritz Volbach (1892-1988). Er arbeitete seit 1917 bei den Berliner Museen in der Frühchristlich-Byzantinischen Sammlung, die er ab 1927 leitete - bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. Seine Mutter Käthe, geb. Dernburg, stammte aus einer jüdischen, zum Katholizismus konvertierten Familie.

Ein Höhepunkt der Arbeit Volbachs war die Neuaufstellung der gesamten Sammlung des Museums 1933 nach damals modernen ästhetischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Er stellte auch Bestandskataloge fertig, wobei ein Manuskript 1933 weitgehend vollendet war, er es aus Wut über seine Entlassung nach eigenen Aussagen aber in die Spree geworfen habe.

Volbach überlebte die NS-Zeit in Rom und arbeitete im Museo Sacro im Vatikan. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück und leitete später das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz. Volbach ist ein Beispiel für den Verlust, den die Vertreibung führender Wissenschaftler durch die Nationalsozialisten verursacht hat.
 
Eintritt:  10/5 Euro 
URL:  http://www.smb.museum/ausstellungen/detail.html?tx_smb_pi1%5BexhibitionSmartId%5D=58042


Zur Umkreissuche   Anschrift
Bode-Museum
Am Kupfergraben 1
10178 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 - 20 90 55 77
URL:  www.staatliche-museen.de
 
1904 eröffnet und im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.

Seit den 1950er Jahren schrittweise wiederaufgebaut und in Betrieb genommen. In den 1990er Jahren begann die Generalinstandsetzung, die Wiedereröffnung des gesamten Bode-Museum mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie war im Oktober 2006.
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Kunsthistorische Museen

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