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12.05.2017 - 02.07.2017

Skulptur im Kontext - Perspektiven einer virtuellen Rekontextualisierung

Wie bei den Römern Skulpturen und Gebäude zusammenwirkten, am Bildschirm lebensecht dargestellt - so könnte man den Titel der neuen Ausstellung in der Abguss-Sammlung in Charlottenburg übersetzen. Und die Archäologen haben wieder einmal Spannendes vorgelegt: Die Ausstellung ist nicht nur ein Tipp für Freunde des Altertums und der Architektur, sie bietet auch einen guten Eindruck in das Leben in antiker Umgebung.

Mit Hilfe von Abgüssen antiker Plastiken und von Rekonstruktionen einzelner Raumkonstruktionen in Bildern wird an fünf Beispielen gezeigt, wie Skulpturen in der Antike in den jeweiligen architektonischen Kontext eingebunden wurden. Außerdem werden in einem Kurzfilm die Möglichkeiten einer 3D-Visualisierung der antiken Stadt Pergamon vorgeführt, in die einzelne antike Skulpturen eingescannt wurden. Ausstellung Skulptur im Kontext_kl.jpg
An diesem Aufstellungsort hätte sich im Laufe von zwei Jahrtausenden wohl nicht viel geändert. Foto: Dominik Lengyel und Catherine Toulouse/BTU Cottbus

Griechische und römische Skulpturen waren einfach Bestandteile religiöser, politischer und anderer gesellschaftlicher Vorgänge, erklärte der Ausstellungs-Organisator Prof. Dr. Lorenz Winkler-Horacek vom Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin. Die Skulpturen gehörten einfach zur Ausstattung von Tempeln, Platzanlagen, Villen und Palästen und hatten dort auch meist eine Funktion. Es ergab sich gewissermaßen eine Einheit von ihnen und der sie umgebenden Architektur und beide beeinflussten sich gegenseitig. Dies ist heute schwer nachvollziehbar, begegnet man den Statuen doch in Museen und nicht mehr an ihren originalen Aufstellungsplätzen.

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Hier ist die Frage schwierige: Zu welchem Aufstellungsort passt die Skultur eines Jungen, der sich einen Splitter aus dem Fuss zieht? Foto: FUB

Genau dies will die 3D-Visualisierung nun wieder ermöglichen, sie will das Zusammenspiel von Gebäuden und Kunstwerken verdeutlichen. Genutzt wird dafür ein Modell der Stadt Pergamon, das die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Istanbul in dem von 2009 bis 2012 geförderten Projekt "Das Berliner Skulpturennetzwerk - Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik" entwickelten. In dieses Modell baute man 3D-Scans ausgewählter Statuen aus Pergamon ein, wodurch man aus verschiedenen Standpunkten das Wechselspiel von Skulptur und Architektur nachvollziehen kann.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19 Uhr.
Geöffnet ist die Abguss-Sammlung Antiker Plastik donnerstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

 
URL:  http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2017/fup_17_112-ausstellung-abguss-sammlung-antiker-plastik-skulpturen/index.html


Zur Umkreissuche   Anschrift
Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin
Schloßstraße 69b
14059 Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf
 
Telefon:  030 342 40 54
Email:  abguss@zedat.fu-berlin.de
URL:  http://abguss-sammlung-berlin.de/
 
Öffnungszeiten:  Do-So: 14-17 Uhr
 
 
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