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13.10.2017 - 11.11.2017

Berlin 2050 - Grundlagen für eine konkrete Dichte

Berlin wächst, man weiß zwar nicht genau wie, in den letzten Jahren nahm die Zahl der Bewohner aber rasant zu. Baulich wird dem bisher in keiner Weise entsprochen, aber das kann sich ja vielleicht ändern. Und da die Stadt sich nicht in der Fläche ausdehnen soll, steht also Verdichtung auf dem Plan - in Berlin haben schließlich schon mal viel mehr Menschen auf deutlich weniger Fläche gelebt.

Die Architektur Galerie Berlin in der Karl-Marx-Allee zeigt nun eine Ausstellungstrilogie "Berlin 2050", die sich um die Frage bewegt, wie die Stadt eine Generation weiter denn aussehen könnte. Mit machen Vertreter der University of Texas in Austin, der Potsdam School of Architecture und der Universidad de Navarra, und am 12 . Oktober eröffnet um 19 Uhr die erste Ausstellung, die sich mit den Möglichkeiten des inneren Wachstums beschäftigt. An fünf Stadtteilen will man zeigen, wie Verdichtung aussehen könnte, in Charlottenburg-Nord, der Karl-Marx-Allee, in Niederschöneweide, am Westhafen und rund ums Westkreuz.

Wobei natürlich Annahmen vorgegeben werden. So entstehe urbane Dichte erst "durch soziale und kulturelle Vielfalt der Mitbürger", heißt es in der Ausstellungsankündigung. Wichtig seien Angebot und Verteilung des Wohnraums, der Einrichtungen aus dem Bildungs- und Gesundheitsbereich, der öffentliche Nahverkehr sowie Nahversorgung, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen. Damit sind allerdings einige Schwierigkeiten verbunden, worauf das folgende Bild hinweist, einer von fünf Architekturentwürfen, mit denen für die Ausstellung geworben wird.
Berlin-2050_Bild-3.jpgWohnen am Westhafen: Für alle möglich, infrastrukturell gut ausgestattet, ein beliebter Wohnort? Oder nur gute Aussicht in den oberen Etagen? Foto: Architektur Galerie Berlin

Die Galerie weist auch auf beispielhafte, lebenswerte Eigenschaften Berlins hin, die weiterentwickelt und gestärkt werden sollten: Kurze Wege zu verschiedenen Angeboten, gemischte Nutzungen, kulturelle und soziale Vielfalt machen beliebte Stadtteile aus. Hier würden die Erdgeschosse oft mit öffentlichen Nutzungen und Gewerbe besetzt und man fühle sich wohl und vor allem sicher.

Da freie Räume bisher sowieso großzügig mit Parkplätzen belegt seien, könne mit der Nachverdichtung autogerecht gebauten Siedlungen "eine zeitgemäße Urbanität" gegeben werden. Zudem seien gründerzeitliche Bauten für den zukünftigen Tagesablauf mit Arbeit am Arbeitsplatz und zu Hause am besten geeignet, die Wohnungstypen der Moderne seien dagegen starr. "Wie sehen also die zukünftigen Räume für die parallele Wohn- und Arbeitswelten aus?" Eine echt schwere Frage ...

Und dann stellt die Ausstellung auch noch die These auf, dass Nachverdichtung gesellschaftlich-kulturell begleitet werden müsse. Berlin könne sie nur gemeinsam mit der Bevölkerung bewältigen, "wenn allen bewusst wird, dass die innere Nachverdichtung Flächen an der Peripherie schont und Wege kurzhält, die Stadt mit den Wohnungsbaugesellschaften wieder das Zepter der Grundsatzbestimmungen in die Hand nimmt und somit die Stadt wieder als Sachwalter der Allgemeinheit, auch der Bedürftigen, auftritt." Es deutet alles darauf hin, dass sich im Wohnungsbau nicht viel ändert ...
 
URL:  http://architekturgalerieberlin.de/satellit/berlin-2050-2/


Zur Umkreissuche   Anschrift
Satellit Architektur Galerie Berlin
Karl-Marx-Allee 98
10243 Berllin - Friedrichshain-Kreuzberg
 
Telefon:  +49 (0)30 78 89 74 31
URL:  www.architekturgalerieberlin.de
 
Öffnungszeiten:  Di-Fr 14-19 Uhr Sbd 12-18 Uhr
 
 
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