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09.09.2017

Der Tiger von Eschnapur

"Der Tiger von Eschnapur" ist ein Film, den inzwischen kaum noch jemand gesehen hat, dessen Titel aber noch weithin bekannt ist. Wer erleben möchte, wie vor sechs Jahrzehnten ein großer Abenteuerfilm aussah, kann dies am Sonnabend im Filmmuseum Potsdam erfahren, wo im Rahmen der Ausstellung "Alles dreht sich ... und bewegt sich" Fritz Langs 1958 entstandene Version des Tigers von Eschnapur und der zweite Teil "Das indische Grabmal" gezeigt werden.

Bei der dritten Verfilmung des Romans von Thea von Harbou führte Ihr Ehemann Fritz Lang Regie. 1957 aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt, hatte er von dem Produzenten Artur Brauner das Angebot einer Neuverfilmung von "Das indische Grabmal" (1921) erhalten. Lang hatte damals bereits das Drehbuch geschrieben, musste die Regie jedoch Joe May überlassen: Der deutsche Architekt Harald Berger soll im indischen Fürstentum Eschnapur Schulen und Krankenhäuser bauen. Als er sich in die schöne Tänzerin Seetha verliebt, weckt er die Eifersucht des Maharadschas, der Seetha zu seiner Frau machen will. Das abenteuerlich-romantische Märchen wurde im indischen Bundesstaat Rajasthan, unter anderem am Lake Palace von Udaipur gedreht. Die Tänzerin Seetha wird von der aus den USA stammenden Debra Paget gespielt. Ihr erotisch aufgeladener Tempeltanz spiegelt die Beziehungen von Tanz, Macht und Verführung wieder, wie sie im dritten Ausstellungsraum dargestellt werden.

In der Pause wird klassischer indischer Tanz geboten - im Odissi-Stil von der Meisterkünstlerin Anindita Anu Nanda (USA) (In Kooperation mit dem Tagore Center der Indischen Botschaft Berlin).
TigervEschnapur2.jpgTanzszene im indischen Grabmal Foto: Verleih

Um 20:30 Uhr folgt dann "Das indische Grabmal", der in den Städten Udaipur und Jaipur gedrehte zweite Teil der Romanverfilmung. Hier geraten die flüchtigen Liebenden Harald und Seetha in Gefangenschaft. Nur die Hochzeit Seethas mit dem Maharadscha scheint ein Ausweg. Die für die damalige Zeit freizügige Tanzszene mit Debra Paget wurde in der amerikanischen Filmfassung gekürzt.

Kartenreservierung unter Tel. 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de oder im Spielplan des Filmmuseums.

 
URL:  http://www.filmmuseum-potsdam.de/Filmvorfuehrung-und-klassischer-indischer-Tanz.html


Zur Umkreissuche   Anschrift
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Breite Straße 1A
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Telefon:  (0331) 27 18 117
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