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02.07.2019 - 29.09.2019

Schilder einer Ausstellung

Bildbeschriftungen der Gemäldegalerie von 1830 bis heute

Ohne Bildbeschriftungen wüsste das Publikum mit vielen Ausstellungsstücken in den Museen nicht viel anzufangen - Schilder sind die Grundlagen der Information der Besucher in einem Kunstmuseum. Und sie können sehr unterschiedlich ausfallen: Mal puristisch designt, mal selbst wie kleine Kunstwerke gestaltet, mal knapp gehalten, mal mitteilsam spiegeln sie Sammlungs- und Zeitgeschichte und sind stets auch Ausdruck dessen, was zu verschiedenen Zeiten als Funktion des Museums erachtet wird.

Die Gemäldegalerie hat in ihrer bald 200-jährigen Geschichte die unterschiedlichsten Bildbeschriftungen hervorgebracht, die nun erstmals in einer Kabinettausstellung historisch aufbereitet und in einem Zusammenspiel von Archivmaterial, Kunstwerken und historischen Raumaufnahmen in ihrem zeitgenössischen Bedeutungskontext präsentiert werden.

Schilder_Gemaeldegalerie.jpgIn der Anfangszeit der Gemäldegalerie bestand die Beschilderung lediglich aus an den Rahmen angebrachten Nummern, die auf Einträge im Handkatalog verwiesen. Bis heute arbeitet die Gemäldegalerie mit "Katalognummern" an Stelle von Inventarnummern.

Ab den 1870er Jahren bemühte man sich um ausführlichere Beschriftungen an den Rahmen, was zu einer intensiven theoretischen Auseinandersetzung mit Vermittlungsfragen führte. Mit dem Umzug in das Kaiser-Friedrich-Museum wurden Bildbeschriftungen erstmals an den Wänden neben den Werken angebracht.

Dass auf den neuen Schildern auch die Stifter der Bilder genannt wurden, muss im Kontext des nur wenige Jahre zuvor gegründeten Kaiser Friedrich Museumsvereins gesehen werden. In der NS-Zeit entfernte man vor allem die Namen jüdischer Stifter wie James Simon von den Schildern.

In der Nachkriegszeit wurden viele Schilder per Hand geschrieben, in den vergangenen Jahrzehntengab es zwischen Audioguides, didaktischen Texten und stark reduzierter, nüchterner Beschriftung jedoch viele Möglichkeiten.

Die Ausstellung zeigt einzeln erhaltene historische Schilder sowie Gemälde, die noch ihre historische Beschriftung am Rahmen tragen. Neben einer Leihgabe aus dem Kupferstichkabinett werden außerdem Einrichtungs- und Instandhaltungsakten der Gemäldegalerie sowie historische Raumaufnahmen der Gemäldegalerie aus den Beständen des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu sehen sein.

 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Gemäldegalerie
Matthäikirchplatz 4 - 6
10785 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 - 266 29 51
Email:  gg@smb.spk-berlin.de
URL:  www.smb.spk-berlin.de
 
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 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Kunsthistorische Museen

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