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Potsdamer Platz

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Kulturelles Highlight mit futuristischer Anmutung

Potsdamer Platz
© id praxis

Der Potsdamer Platz entwickelte sich, nachdem in den Jahren 1823-1824 nach Plänen des königlichen Baumeisters Schinkel ein Ausbau des Stadttores in Richtung Potsdam stattgefunden hatte. Die Errichtung des Potsdamer Fernbahnhofs 1838 trieb die Entwicklung zu einem Sammelplatz für Waren und Menschen nahe des Berliner Stadtzentrums weiter voran. Gastronomie-, Hotellerie- und Unterhaltungsbetriebe siedelten sich am Platz an. Während tagsüber vorwiegend Geschäftsleute auf dem Platz unterwegs waren, war er abends Unterhaltungszentrum und Amüsiermeile.

1867 wurde die Stadtmauer entfernt und der benachbarte Leipziger Platz wurde mit dem Potsdamer Platz vereint. Der Leipziger Platz, mit dem größten Kaufhaus Europas, verlor im Vergleich zum Potsdamer Platz, der mittlerweile der verkehrsreichste Platz Europas war, zunehmend an Bedeutung. Elf Polizisten wurden damals benötigt, um dem Verkahrsaufkommen Herr zu werden. Im Jahre 1924 wurde dort die erste Ampel Europas aufgestellt.

Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte sich auf diesen beiden aneinandergrenzenden Plätzen das lebendige Zentrum Berlins. Doch im Zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude am Platz zerstört. Nach Kriegsende florierte hier der Schwarzmarkt, da der Platz an den sowjetischen, amerikanischen und britischen Sektor angrenzte. Nachdem in der Nachkriegszeit begonnen wurde, die Gebäude wieder notdürftig herzurichten, wurden nach dem Bau der Mauer, welche direkt über den Platz verlief, fast alle Gebäude abgerissen. Lediglich das Weinhaus Huth und der Kaisersaal, ein Teil des Hotels Esplanande, waren Altbauten, die den Wandel der Zeit überlebten.

Nach langer Zeit als innerstädtische Brache erblühte der Potsdamer Platz ab 1990 wieder zu neuem Leben. Mit dem legendären Benefizkonzert The Wall von Roger Walters, bekannt durch die Gruppe Pink Floyd, begann die kulturelle Reanimation des Areals. Große Firmen wie Daimler Chrysler erwarben Teile des Geländes und begannen rasch mit der Bebauung, was dazu führte, dass der Potsdamer Platz zunächst zur größten Baustelle Europas mutierte.


© Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie
und Frauen, Berlin

Das Sony-Center mit der außergewöhnlichen Dachform, das Filmmuseum, mehrere Kinos, ein Musical-Theater, ein Shoppingcenter und die vielfältigen gastronomischen Einrichtungen machen den Potsdamer Platz zu einem Ereignis für Touristen und Berliner gleichermaßen. Die beiden Altbauten wurden mit enormem Aufwand in die neuen, teilweise futuristisch anmutenden Gebäudekomplexe integriert.


© idpraxis GmbH 2011

Kulturelle Großereignisse, wie beispielsweise die Berlinale oder Konzerte der Berliner Philharmoniker im nahegelegenen Kulturforum, belegen, dass das Projekt Potsdamer Platz, zu welchem zunächst auch kritische Stimmen laut wurden, eine Wiederbelebung des ehemaligen Amüsierviertels erreicht haben. In unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes befinden sich der neu bebaute Leipziger Platz, das Holocaust Mahnmal, das Brandenburger Tor und das Kulturforum. Auf dem Potsdamer Platz erinnern sowohl aufgestellte Reste der Berliner Mauer als auch am ehemaligen Verlauf der Mauer entlang in den Boden eingelassene Steine an die Vergangenheit Deutschlands, der Stadt und nicht zuletzt des Platzes selbst.

Quellen:

Potsdamer Platz

Wikipedia - Potsdamer Platz

Stadtentwicklung - Potsdamer Platz



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