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Schloss Charlottenburg

Französischer Barock in Preußen

Schloss Charlottenburg
© Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

Kurfürstin Sophie Charlotte ließ in den Jahren 1695 - 1699 in der Nähe des etwas abseits gelegenen Dorfes Lietzow ein kleines Sommerschloss errichten, das nach einem Entwurf von Arnold Nering gebaut wurde.
Als der Gemahl der Kurfürstin, Friedrich I., im Jahre 1701 zum ersten König Preußens gekrönt wurde, vergrößerte sich das kleine Schloss erheblich. Der schwedische Architekt Johann Friedrich Eosander fügte sowohl die Seitenflügel als auch die Kuppel hinzu. Anhand des Vorbildes von Versailles entwarf er eine prachtvolle, fränzösische Barockanlage. Auch ein großer Barockgarten wurde nach französischem Vorbild angelegt.

Nachdem Königin Sophie Charlotte im Jahre 1705 starb, wurde das Gebäude ihr zu Ehren in Charlottenburg umbenannt. Die noch nicht abgeschlossenen Umbauarbeiten wurden unter Friedrich I. fortgesetzt, kamen jedoch unter seinem Nachfolger Friedrich Wilhelm I. zum Stillstand. Später wurden nach Plänen weiterer Architekten andere Anbauten errichtet.

In den folgenden Jahrzehnten diente die Charlottenburg als Wohnstätte einer Vielzahl von Königen. Stetig erweiterte sich die Sammlung an wertvollen Kunstgegenständen beispielsweise durch die verschiedenen Einrichtungsstile der Adligen.
Der Schlossgarten wurde 1788 von dem französischen Barockgarten in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Auch architektonische Werke fanden mehr und mehr in ihm Platz. So wurden 1788 das Teehaus Belvedere, 1810 ein Mausoleum für Königin Luise und 1824/1825 der, seit der Nachkriegszeit Schinkelpavillon genannte, Neue Pavillon erbaut.

Nachdem die Monarchie im Jahre 1918 endete, entschloss man sich 1927 die Charlottenburg für Besichtigungen zugänglich zu machen. Nach großen Zerstörungen zwischen 1943-45 fanden in den Nachkriegsjahren umfassende Wiederaufbauarbeiten statt. Das Schloss wurde wieder mit zahlreichen Kunstgegenständen bestückt. Teilweise stammten diese aus dem Fundus des geretteten Originalinventars, teilweise aus anderen zerstörten Schlössern und Dauerleihgaben aus dem Hause Hohenzollern.

Quellen:

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Das Schloss Charlottenburg

Preußen.de - Schloss Charlotenburg



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