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Park und Schloss Sanssouci

Preußens Pracht in der Landeshauptstadt Potsdam

Weinbergterrassen am Schloss Sanssouci
© Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

Welch schöner Name für diesen bezaubernden Ort vor den Toren Berlins: "Sans Souci" - französisch für "ohne Sorge". Und genau so fühlt man sich, wenn man an einem Frühlingsnachmittag durch diese wunderschöne Anlage schlendert. Der ehemalige Sommersitz Friedrichs des Großen war sein Rückzugsort in stressigen Zeiten. Und auch heute können die Besucher hier in die prachtvolle Vergangenheit des ''preußischen Versailles'' eintauchen.

In den Jahren 1745-1747 ließ Friedrich der Große (1712 - 1786) ein kleines, privates Sommerschloss nach eigenen Skizzen im Stil des Rokoko in Potsdam bauen. Dieses sollte an den bereits ein Jahr zuvor angelegten Weinbergsterrassen am "Wilden Berg" entstehen. Das kleine, eingeschössige Schloss sollte ihm und ausgewählten Gästen von April bis Oktober Platz bieten. Er genoss es, die schöne Landschaft von dem erhöhten Punkt aus durch die großen Fenster überblicken zu können.
Die Gartenfront beeindruckt durch die vielen Figuren des Bildhauers Friedrich Christian Glume. Die Bacchanten und Bacchantinnen stellen als Begleiter des Weingottes Bacchus einen Bezug zum Weinberg her.

Zwei Jahrzehnte nach der Erbauung von Sanssouci baute Friedrich II. das Neue Palais im westlichen Teil des Parks. Neben den Weinbergsterrassen ließ der Alte Fritz, wie er vom Volk genannt wurde, außerdem eine Gruft für sich errichten, um hier seine letzte Ruhe zu finden. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm II. kam diesem Wunsch jedoch nicht nach und ließ ihn in der Garnisonskirche beerdigen. Nach vielen Umzügen während des Zweiten Weltkriegs und während der Teilung Deutschlands konnte dem Wunsch des Preußenkönigs erst 1991 entsprochen werden, als sein Grab in die Gruft am Weinberg verlegt wurde.

Unter Friedrich Wilhelm II. wurden Teile des Schlosses neu gestaltet und die nun wachsende Parkanlage nach dem Stil des Klassizismus umgestaltet.
Erst ab 1840 besonn sich der Urgroßneffe und Bewunderer Friedrich des Großen, Friedrich Wilhelm IV., wieder auf die Vorliebe seines Vorfahren für Rokoko-Elemente und ließ große Teile des Schlosses, in dem er ab diesem Zeitpunkt auch lebte, wieder im Stil des Rokoko umgestalten. Nach dem Tod des Neffen und seiner Frau wurde das Schloss Sanssouci zu einem der ersten Schlossmuseen des Landes.

Nach dem ersten Weltkrieg und dem Ende der Monarchie wurde das Schloss 1927 der Obhut der preußischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten unterstellt. Die Anlage war nun öffentlich zugänglich. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Kunstgegenstände des Schlosses in Sicherheit gebracht. Ein Großteil wurde nach Ende des Krieges als Beutegut in die Sowjetunion gebracht und kehrte nie wieder zurück. Andere wurden im Schloss Charlottenburg untergebracht und kehrten in den Jahren nach der Wiedervereinigung wieder an ihren Heimatort zurück.
Seit 1995 verwaltet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die Anlage.

Das Schloss und der Park Sanssouci ist mit 290 ha und fast 70 Kilometer Weglänge die größte Park Anlage in der Mark Brandenburg. Jedes Jahr begeistert das Ensemble rund eine Million Touristen. Wer einen Trip nach Berlin unternimmt sollte sich die Gelegenheit eines Potsdam- und Sanssouci-Besuchs nicht entgehen lassen! 1990 wurde die Anlage von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.



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